Oberst Ferdinand Baur wird Kommandeur der LL/LTS

VAREL Die Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 313 haben längst in Seedorf bei Bremervörde ihr neues Quartier. Eine Reihe von Kommandeuren dieser Traditionseinheit findet unterdessen in der Luftlandetruppe neue Aufgaben. Nach Oberst Peer Luthmer in Hammelburg hat nun auch Oberst Ferdinand Baur eine neue Verwendung. Brigadegeneral Josef Blotz übergab Baur jetzt das Kommando über die Luftlande- und Lufttransportschule der Bundeswehr im oberbayerischen Altenstadt.

Viele Verwendungen

Baur hatte das Fallschirmjägerbataillon von 1993 bis 1995 geführt. Nach verschiedenen weiteren Stationen u.a. im Heeresamt in Köln kehrte er dann als stellvertretender Kommandeur – und mittlerweile zum Oberst befördert – der Oldenburgischen Luftlandebrigade zurück nach Oldenburg. Jetzt übernahm der 56-Jährige den wichtigen Posten in Bayern. Baur war 1972 in die Bundeswehr eingetreten und beim Fallschirmjägerbataillon 251 in Calw ausgebildet worden. Bei diesem Bataillon wurde er auch als Zugführer und Offizier im Bataillonsstab eingesetzt, später war er Kompaniechef einer Kampfkompanie. Im Stab der Luftlandebrigade 25 wurde Baur in verschiedenen Verwendungen eingesetzt, schließlich auch als Kompaniechef beim Fallschirmjägerbataillon 253 in Nagold. Nach einer Verwendung als Referent im Verteidigungsministerium Bonn kam Baur nach Varel.

Umstrukturierung

Er übernahm die Umstrukturierung des Fallschirmjägerbataillons, das kurze Zeit zuvor noch in Teilen ein Panzergrenadierbataillon gewesen war. Das Kommando hatte Baur übrigens von Hans-Lothar Domröse übernommen, damals Bataillonskommandeur in Varel und heute hochdekorierter General.

Als Kommandeur des Provincial Reconstruction Team (PRT) war Baur als einer der ersten im afghanischen Kunduz. Weitere internationale Erfahrungen hat er europaweit in der Führungsgruppe der Nato-Response-Force-Brigade 4 in Havelte/ Niederlande gewonnen. Zuletzt war Baur Inspizient der Truppenausbildung des Heeres. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Militär begleiteten die Übergabe. Das Luftwaffenmusikkorps 1 umrahmte den Festakt musikalisch. Mit Fallschirmen nach freiem Fall landeten Soldaten auf dem Appellplatz und symbolisierten den Auftrag der Schule: Sicherstellen der weltweiten Befähigung zum Lufttransport und zu Luftlandungen. Die Lehrgangsteilnehmer kommen dazu aus allen militärischen Organisationsbereichen und aus vielen Nationen an die Schule.

Vareler Farben

Der gebürtige Schwabe wird seinen Hauptwohnsitz trotz der Versetzung nach Bayern am Jadebusen beibehalten. Er bezeichnet seine Wahlheimat Varel als einen Ort, an dem man sich zwischen Wald und Meer sehr wohlfühlen kann. Außerdem spiegelten die Farben der Stadt Varel den Himmel Bayerns wider: weiß und blau.

(Beitrag& Foto NWZ – Hans Bergerow)

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