Ausrüstung

Handwaffen in unserem Bataillon
Die ersten Soldaten wurden mit dem G1 FN-FAL (7,62 x 51 mm) ausgestattet, welches bis 1959 das Standardgewehr blieb. Im Zuge der Umrüstung auf das G3 mit einschiebbarer Schulterstütze von Heckler&Koch wurden die G1 an den Bundesgrenzschutz abgegeben.

Als Maschinengewehr wurde im Bataillon das MG1/MG2 aus Kriegsbeständen der Wehrmacht oder Neuanfertigungen nach Umrüstung auf NATO-Kaliber 7,62x 51 mm genutzt. 1969 wurde die Waffe durch das MG3, einer Weiterentwicklung des MG42, ersetzt.

Die Pistole des Bataillons war die P1 (Kaliber 9 x 19 mm) von Walther, die auf der P38 der Wehrmacht basierte. Sie war die Sekundärwaffe des MG-Schützen 1. Die P1 war die Waffe zum Selbstschutz des Sanitäters, der ansonsten keine Waffen führen durfte. Sicherheitspersonal, Wachhabende und Torposten trugen die P1. Ebenso war die P1 die Waffe des Rechnungsführers (auch bei Geldtransporten). Offiziere und Feldwebel des Stabes führten auch diese Waffe. Nicht immer entsprechend der STAN, aber entsprechend der Lage bzw. der Tätigkeit bei Übungen (aus Sicherheitsgründen auch mit scharfer Munition).

1959 wurde die Palette der Handfeuerwaffen mit der Einführung der Maschinenpistole MP2A1 UZI (Kaliber 9 x 19 mm) abgerundet. Die Träger der UZI waren Stabsoffiziere, Kompaniechefs, Zugführer und manche Teileinheitsführer der 1. Kompanie. Auch bei den KRAKA Besatzungen war öfter eine UZI anstatt des G3 geführt.

Zur Panzer- und Fahrzeugnahbekämpfung war das Bataillon mit der Bazooka M20A1B1 zu Beginn aus amerikanischen Beständen ausgestattet. Anfang der 1960er Jahre wurde auf die leichte Panzerfaust 44 und die schwere Panzerfaust Carl Gustav umgerüstet, die im Gefecht sicher auch als Kampfmittel im Orts- und Häuserkampf eingesetzt worden wären. Die schwere Panzerfaust wurde spätestens mit Einführung der Panzerabwehrlenkwaffe MILAN im Jahr 1976 nur noch zur Vorfeldbeleuchtung eingesetzt. Eigentlich eine bis heute hervorragende Waffe mit gehörigem Bums und vielen Munitionsvarianten, nicht nur in Schweden als Carl-Gustav M3 oder M4. Auch bei den US Streitkräften eine Alternative zur Javelin.

Ergänzt wurde die Handbewaffnung durch die Granatpistole 40 (HK69), die Signalpistole HK P2A1, der Handflammpatrone DM34 sowie die Handgranaten DM41 und DM51.

Besonderes Merkmal des Fallschirmjägers war das Kappmesser, das jeder FschJg anstatt anderer Kampfmesser oder Taschenmesser in seiner persönlichen Ausrüstung hatte.


EXOTEN (nicht spezifisch Fallschirmjäger)

Brotaufstrichdose

99,9 % nicht verwendet worden, möglicherweise zweckentfremdet.

Staubschutzbrille

von Soldaten „NATO-BH“ genannt, nur an Fasching im Einsatz.

Stiefelbeutel

Oft im Einsatz, aber nicht als das, wofür er vorgesehen war.

Varianten:
1. Tragehilfe für leere Pfandflaschen (Cola, Limo, Sprudel)
2. Tragehilfe Sportbekleidung (z.B. Schwimmen)
3. Tragehilfe für Schmutzwäsche bei Mama
4. Praktische „Kopfbedeckung“ für Gefangene 🙂
5. Tragehilfe für volle Pfandflaschen
etc.