1970 – 1979

1970

Verabschiedung des türkischen Staatspräsidenten Sunay
auf dem Flugplatz Echterdingen. Abschreiten der Front des Ehrenzuges von 251 (links Landtagspräsident Würz)


12. Oktober 1970: Das Bataillon stellt eine Ehrenabordnung, als auf dem Flugplatz Stuttgart-Echterdingen die Landesregierung den Türkischen Staatspräsidenten Cevdet Sunay nach dessen Staatsbesuch verabschiedet.

Bataillonsübergabe an Oberstleutnant Abele, rechts Brigadekommandeur Brigadegeneral Dr. Hans Spiegel

Nach dem Übungsplatzaufenthalt in Münsingen mit Winterbiwak im Februar steht dem Bataillon dann im März ein Kommandeurwechsel bevor: Am 09.03.1970 wird OTL Abele Nachfolger von OTL Schreg. Dieser führt das Bataillon im April zum alljährlichen Sprungbiwak nach Mengen.

Freifallsprungdienst aus Sikorsky H34

Die 4. Kompanie führt ein zweieinhalb Wochen dauerndes Einzelkämpferbiwak an der Schwarzenbachtalsperre durch. Im herbst findet dann in Böblingen ein internationales Fallschirmjägertreffen statt. Unteroffiziere aus 5 Nationen wetteifern bei der „OF Arendt Gedächtnis Patrouille“ um den Sieg. 

1971

Handballmanschaft des Bataillons, links H Engel

Das Jahr beginnt mit einem Übungsplatzaufenthalt in Münsingen. Im Februar wird für die Fallschirmtruppe das rote Barett eingeführt. Die 3. Kompanie stellt die neue Kopfbedeckung der Öffentlichkeit in Karlsruhe vor. Bei den Handballmeisterschaften der Brigade in Böblingen wird die Mannschaft des Bataillons Sieger und am 18.03.1971 auch Stadtmeister von Böblingen.

Die Kaserne „Im Hau“ in Calw, später
 Graf-Zeppelin-Kaserne

Anfang April zieht das Bataillon mit einer Fuß- und Mot-Parade in seinen neuen Standort Calw ein.

3./251 beim Kp-Austausch in Castres

Französische Paras unter deutschem Kommando, deutsche Fallschirmjäger im Verband der französischen 11. LLDiv, das ist ein neuer Beweis für Freundschaft und Zusammenarbeit. Die 3. Kompanie fliegt nach Castres in Südfrankreich, die gleiche Boeing bringt 120 Paras vom 8. Regiment Marineinfanterie aus Castres mit nach Calw. Beide Kompanien sind jeweils dem gastgebenden Verband unterstellt, nehmen an dessen Ausbildungsvorhaben teil und erwerben das Springerabzeichen.

So üben die Franzosen gemeinsam mit den Deutschen auf dem Übungsplatz Wildflecken, schießen mit allen deutschen Waffen und lernen die deutschen Einsatzgrundsätze kennen.

Aufnahme mit Bell UH-1D

Die Zusammenarbeit mit den Heeresfliegern wird weiter intensiviert. Mit dem mittleren Heeresfliegerregiment ist das verstärkte Fallschirmjägerbataillon in der Lage, in einer Welle in seinen Einsatzraum zu verlegen.

Weiter hervorzuhebende Ereignisse sind der Besuch des Verteidigungsministers Helmut Schmidt, die Übung Colibri IX. in Südfrankreich, ein LL-Biwak in Mengen.

Es folgt die Umgliederung zum 01.10.1971 in die Heeresstruktur III. Die Fallschirmjägerbrigade wird damit zur Luftlandebrigade. Das Bataillon 251 untersteht dem Großverband zwar weiter, aber nur noch mit einer Stabs- und Versorgungskompanie und drei Kampfkompanien. Die schwere Kompanie wird zur Mörserkompanie 500, damit Teil des Heimatschutzkommandos 17.

Im Rahmen der Überführung in die Heeresstruktur 3 wurde durch Divisionsbefehl Nr. 1 vom 19. Februar 1970 die Fallschirmjägerbrigade 27, als nunmehr dritte Brigade der Division, in Lippstadt aufgestellt. Zum 1. Oktober 1971 wurden die Fallschirmjägerbrigaden in Luftlandebrigaden umbenannt. Der Division unterstanden jetzt die:

– Luftlandebrigade 25, Calw
– Luftlandebrigade 26, Saarlouis (vorher Zweibrücken)
– Luftlandebrigade 27, Lippstadt

mit jeweils vier Fallschirmjägerbataillonen.

1972

Übergabe: v.l. GenLt Dr. Spiegel, OTL Dietrich

In den  Übungen der Jahre 1972/1973 wird das verstärkte FschJgBtl 251 (+ 1 Zug Pioniere, 1-2 Züge Panzerabwehrwaffen, 1 LLMrsZug) als Panzerabwehrstarker Verband erprobt. Luftlandeoperationen mit Hubschrauber werden zur Routine.

Im Juni findet während der Übung COLIBRI X. der Truppenbesuch des KG II.Korps, GenLt Schönefeld statt. Daran schließt sich die Brigadegefechtsübung „Mitsommer“ an.

Die 2. Kompanie wird E/A (Einsatz- Ausbildungs) Kompanie des Bataillons, d.h. sie bildet Rekruten des Ausbildungsklasse Fallschirmjäger für die LLBrig 25, die LL/LTS und StKp der 1.LLDiv aus. Die 1, Kompanie beteiligt sich am internationalen Marschwettbewerb in Wiesbaden über 80 km. Nach 13,5 Stunden reiner Marschzeit trifft die Mannschaft der 1./251 als zeitschnellste und einzige geschlossen einmarschierende Gruppe im Ziel ein.

Der September ist durch die Korpsgefechtsübung GUTES OMEN ausgefüllt. Zum 01.10.1972 findet die Übergabe des Bataillons von OTL Abele an OTL Dietrich durch den Divisionskommandeur statt.
Weitere Ereignisse des Jahres: Häuserkampf in Hammelburg, die deutsch-amerikanische LL-Übung Flintlock, an der sich die 3. Kompanie beteiligt.

Die Divisions-Ehrennadel an HF Fleissner und HF Stockinger verliehen.   

1973

FK20-2 an LKW 1,5to anghängt


Das Bataillon erhält 9 Feldkanonen FK20-2, die im neuen FK-Zug 251 unter HF Stöberlein zusammengefasst werden. Die Waffensysteme werden an Unimog 1,5to angehängt, das KRAKA wird zum Munitionstransport eingesetzt. Die Erstausbildung auf dem Schießplatz Todendorf dauert 12 Wochen.

US-Soldat bei der Rückkehr aus Vietnam

Die USA beendet 1973 die Wehrpflicht. Ab Jahresbeginn erfolgt die Verkürzung der Wehrdienstzeit in der Bundeswehr von 18 auf 15 Monate und die damit verbundene quartalsweisen Auffüllung der Kompanien. 


Der GAP ( Gesamtausbildungsplan) wird Grundlage der Ausbildung. Nach alter Tradition steht am Beginn des Ausbildungsjahres der Übungsplatz Münsingen.

Im Mai kann das gesamte Bataillon bei COLIBRI XI. in Frankreich das französische Springerabzeichen erwerben. In der 2. Kompanie werden bei den Kompanie-Leistungs-Tagen alle Teileinheiten in schriftlichen Tests, praktischer Ausbildung an Waffen und Gerät sowie Gefechtsausbildung eingehend geprüft. 3 Kompanien des Bataillons nehmen zusammen mit dem Heeresmusikkorps 9 an der Parade anläßlich „10 Jahre deutsch-französische Freundschaft“ teil. Diese findet im Kurgarten von Baden-Baden vor tausenden von Zuschauern und vielen Ehrengästen statt.

Die LL-Gefechtsübung „Flintlock“ (US-D) findet wiederum unter Beteiligung der 3./251 statt. Die 4. Komapnie führt ein Einzelkämpferbiwak in Forbach/F mit Sprungdienst durch. Flintlock (engl. Steinschloss)

1974

CH 53 G in Mendig beim Heeresflieger Regiment 35

Mit der Einführung des MTH (mittl. Transp. Hubschrauber) CH-53 G wird die Lufttransportkapazität beträchtlich erhöht.. Die Zeit einer Luftlandeoperation vom Entschluss des KG bis zum Eintreffen der 1. Welle Fallschirmjäger im Einsatzraum wird somit durch standardisierte Verfahren bis auf 3 Stunden verkürzt.



Anlandung eines FschJg-Zuges mit CH-53G

Vor genau zehn Jahren der Brigade zur Erprobung zugeführt, wird der KRAKA in diesem Jahr in der vorgesehenen Stückzahl an die Truppe ausgeliefert. Der 0,75to des Herstellers FAUN wird von einem 26 PS BMW Motor angetrieben, den man aus dem Motorrad R75 kennt. Getankt wurde Normalbenzin F50. Die Kraftübertragung erfolgt über Stahlkette. Der KRAKA kann bis zu 800 kg Lasten tragen (Personen, Munition, Mengenverbrauchsgüter, Rüstsätze TOW / FK20-2 / MILAN / Mörser 120 mm / FM / San).

Die Fallschirmjäger haben einen luftverladbaren Waffenträger, der ihre Beweglichkeit und Kampfkraft nach einer Luftlandung entscheidend verbessert.


Der Feldkanonenzug der 1. Kompanie beginnen mit Truppenversuchen zur Verwendung des Waffenträgers KRAKA unter schwierigen Bedingungen.


Diese hohe Einsatzbereitschaft, die die Luftlandetruppe vor allen Truppengattungen auszeichnet, kann nur durch das ständige Üben gemeinsam mit den Heeresfliegern gewährleistet werde, so auch im März im Rahmen einer Brigadegefechtsübung nach dem Übungsplatz Wildflecken (fast die Hälfte des Bataillons fällt durch einen Grippevirus aus) und im Mai in Mengen beim LL-Biwak.

Der Generalinspekteur Admiral Zimmermann kann sich bei seinem Besuch vom hohen Ausbildungsstand des Bataillons überzeugen. 

Austausch de Patenschaftsurkunden mit der FK „Eugen Meindl“
Patenschaftsurkunde

Die Kameradschaftliche Verbindung mit den ehemaligen Fallschirmjägern der Wehrmacht findet im Mai ihren Audruck in der Übernahme der Patenschaft über die Fallschirmjäger – Kameradschaft „Eugen Meindl“ in Wiesbaden.

Schauplatz der diejährigen Übung COLIBRI XII. ist der Raum Oberschwaben.

1975

Zur Einführung der TOW in der LLBrigade 25 wird am Standort Calw die LLPzAbwKp 250 mit 5 Zügen aufgestellt. Jeder Zug verfügt über sechs 0,75to KRAKA als Waffenträger mit Lenkflugkörper TOW.

Zunächst verlegt die Truppe tradionsgemäß nach Münsingen. Es werden weitere Highlights folgen, darunter TrÜbPl Hohenfels sowie das LL-Biwak in Mengen.

Colibri XIII.: 4./251 in Frankreich 
Parade in Caylus, KpFw HF Fleissner, dahinter 3./251

COLIBRI XIII.
Im Rahmen der deutsch/französischen Luftlande-Gefechtsübung COLIBRI XIII. geht es nach Frankreich in den Raum CAHORS – RODEZ – ALBI – GAILLAC – MONTAUBAN.

Unsere Soldaten erwerben das „Brevet Militaire de Parachutiste“ (mindestens 5 Sprünge) bei der 3. RPIMA, davon 2 Sprünge an der ETAP (FschSpr-schule in PAU).

Die Parade wurde auf dem TrÜbPl Caylus vom Kommandeur GAP (Groupement de Aeroportee Parachutiste) General Jacques Guichard und dem Kommandeur der 1. Luftlandedivision Generalmajor Dr. Spiegel abgenommen.

General Alexander Haig (sitzend, 2 v.l.)zu Gast bei der 2./ 251 während der Gefechtsübung „Grosse Rochade“

Bei der „Grossen Rochade“ hat die 2. Kompanie hohen Besuch. General Alexander Haig, Oberkommandierender der NATO in Europa (SACEUR) hat den Wunsch geäußert, eine Nacht bei den Deutschen Fallschirmjägern zu verbringen. Bataillons- und Brigadekommandeur erwarten den Gast, der abends mit dem Hubschrauber eintrifft. Nach Besichtigung des Biwaks und Vorträgen über Ausrüstung und Aufgaben der Kompanie schließt sich der gemütliche Teil des Abends mit Schwenkbraten und Bier am Lagerfeuer an. Ein letztes Lied begleitet den Gerneral in sein Fallschirm-Tepee. Die Kompanie überreicht ihrem Gast am nächsten Morgen ein rotes Barett.

Am 06. September ist die Kaserne gefüllt mit zivilen Besuchern. An diesem Tag der offenen Tür sehen von nah und fern angereiste interessierte Mitbürger ein vielseitiges Programm mit Waffenschau und Sprungdienst. In diesem Jahr wird die 3./251  E/A Kompanie.

1976

Waffenträger KRAKA mit PzAbwsystem MILAN

Die Forderung nach Panzerabwehrstärke wirkt sich in diesem Jahr bis auf die Kp-Ebene aus. Die Fallschirmjägerkompanie erhält eine neue Gliederung und hat jetzt neben 2 Jägerzügen einen Fallschirmpanzerabwehrzug „MILAN„. Erstmals im Januar gehen die Kompanien in der neuen Gliederung auf den Übungsplatz Hohenfels und im September nach Münsingen, um erste praktische Erfahrungen im Einsatz dieser Kompanie zu sammeln.

Beim TrÜbPl-Aufenthalt in Hohenfels im Rahmen der 1. LLDiv findet ein Vergleichsschiessen aller 6 FK-Züge der Div statt. Der FK Zug 251 belegte von 12 teilnehmenden FK-Grp (3 FK nach STAN) den 3. Platz !

Daneben liegt der Schwerpunkt auf der Ausbildung von Jagdkommandos, wobei Teile des Bataillons ein Ausbildungsbiwak an der Schwarzenbach Talsprerre beziehen. Der erste Einsatz der Jagdkommandos des Bataillons findet in in Süddeutschland während der Übung COLIBRI XIV. statt, die mit einem Sprungbiwak in Mengen und einer Abschlußparade zusammen mit den Franzosen endet.

Der Höhepunkt der Jahres wir die Kp-Besichtigung der 2. und 4. Kompanie. Häuserkampf in der ehem. Munitionsfabrik in Karlsruhe-Durlach (genannt Zündhütchen) fordert Einfallsreichtum, taktisches Können und körperlicher Einsatz.

Weitere Einsätze der Jagdkommandos finden im Rahmen von Kp-Gefechtsübungen statt, so bei der 4. Kompanie unter H Franz Zwicknagel, bei der nächtliche Angriffe gegen Brücken durchgeführt werden, aber vor allem bei der Gefechtsübung „Flintlock – Schwarzer Keiler“, bei der ein Jagkampfzug zusammen mit Special Forces (US) aus Bad Tölz im Oktober im Schwarzwald eingesetzt ist.

Vom 12.-14. November wird eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Kameradschaft „Eugen Meindl“ am Ehrenmal in Calw durchgeführt.

1977

Lcol Liston bei der Unterzeichnung der Urkunde, rechts OTL Dietrich
OTL Dietrich bei seiner Ansprache

Am 11. Februar übernimmt das Bataillon die Patenschaft über das Kanadischen 1er Bataillon Royal 22e Regiment in Lahr. Beim feierlichen Appell werden Gastgeschenke und Urkunden übergeben. Der Gegenbesuch findet am 18.03. in Calw statt. Mit der Übergabe der Bataillonswappen während eines Bataillons-Appells und einem anschließenden Sportwettkampfes wird die Partnerschaft besiegelt.

Im Mai wird das Feierliche Gelöbnis unter Fackelschein auf der Burg Bad Liebenzell durchgeführt.

Vom 6. – 11. Juni führt das Bataillon den bereits legendären Fußmarsch auf dem „Ho-Tschi-Minh-Pfad“ durch. Nach Anlandung mit Hubschraubern der 180th Aviation Company sind 150 Kilometer zu Fuß durch den Schwarzwald zu bewältigen. Trotz Gefechtseinlagen und strömendem Regen sind keine Ausfälle zu verzeichnen, obwohl auch die Rekruten der E/A Kompanie mitmarschieren. Dies zeigt deutlich, welch hohen Stand an infanteristischer Ausbildung das Bataillon ereicht hat. Am 01. Juli wird die  4. Kompanie E/A Kp.

Hohenfels 1977: Gefechtsschiessen der 3. Kompanie „Angriff auf einen Bunker“  
Truppenalltag in Hohenfels: OF Rau, HF Prieß, HF Mielke


Den infanteristischen Höhepunkt des Jahres bildet am 17. Mai das Kompanie-Gefechtsschiessen der 3. Kp in Hohenfels. Annäherung über einen Fluß, Angriff auf einen Bunker, Nehmen von Höhen und Abwehr feindlicher Gegenangriffe durch Legen von Hinterhalten krönen die Ausbildung auf den Schießbahnen. Feuerunterstützung gab es vom FK-Zug (Foto links) mit der Besonderheit, dass hier die Feldkanonen am Steilhang mit dem Unimog „Schnauze voraus“ in die Stellung gefahren wurden. Nicht ganz einfach – aber es hat geklappt.

Auf dem Foto erkennt man komplett abgerüstete Lkw 1,5 to Unimog. Fast nicht wiederzukennen. Übrigens auf dem „Marsch“ und auf Heeresübungen wurden die FK auf der Ladefläche verzurrt und konnten zur FlgAbw eingesetzt werden. Beispiel Heeresübung „Blaue Donau“ 1978 – Kriegsbrücke an der Donau.  Im *Erdkampf* war allerdings eine Einschränkung von ca 90° in Fahrtrichtung (Führerhaus) aber es blieben ja immer noch 270°.

So gesehen war das die „Marschvariante“ als Gefechtsfahrzeug (ohne Lufttransport) – PARALLEL – zum KRAKA FK 20-2 als Improvisation.

Großes Lob gab es dafür vom Kommandeur OTL Dietrich!

Truppenalltag auf dem TrÜbPl Hohenfels
1. Kompanie

Tagesbesprechung (Foto) für den aktuellen und folgenden Schiesstag TrÜbPl Hohenfels. 
KpTrpFhr:
– Befehl für das Schiessen
– Mun-Anforderung
– SAN-Pers
– Funk
– Kfz
– Leistungsübersichten
– Erstellen von Gefechtsschiessen „Kleine Kampfgemeinschaft“ in der Stabs-und Versorgungskompanie.

Feldküchenfeldwebel :
– Verpflegung nach Tagesstärke

Kompaniefeldwebel:
– Chef Innendienst
– Koordination der Anforderungen beim Bataillon
– Verpflegungsfahrten auf die Schiessbahnen.

Einen besonderen Erfolg kann vom 03. – 05. Mai der Jagdkampfzug unter LT Mettler / stv. SU Rieger für sich verbuchen: Beim Wettkampf aller 6 Jagdkampfzüge der 1.LLDiv wird er Sieger. Bei dieser Überprüfung werden folgende Kriterien bewertet: Gefechtssprung bei Nacht in unbekanntem Gelände, schnelles Sammeln nach dem Sprung, nehmen einer Brücke im Handstreich nach Annäherung über 15 km, Überprüfung der einzelnen Soldaten in Waffenausbildung, Pionierausbildung, FM-Ausbildung, Handgranatenwerfen und Orientieren, Nachtschiessen im Zugrahmen.

Der Volkstrauertag wird gemeinsam mit den Kameradschaften Wiesbaden und Würzburg begangen. Die Betreuung von US-Kadetten , denen ein Einblick in Aufgaben und Ausbildung der Fallschirmjägertruppe vermittelt wird, schließt das Jahr ab.

1978

Flintlock: 3. Kp in England
3. Kp bei den Pathfindern in Schwäbisch Hall (Bildmitte OL Mettler, HF Stickelbroeck, HF Schlegel, rechter Bildrand Oberst Biemann)

Das kanadische Partnerbataillon beginnt das Jahr höchst erfolgreich, es kann den gerade gestifteten Wanderpokal nach hartem Wettkampf in Lahr behalten. Zwar brennen die Sportler auf eine Revanche, aber vorerst geht es zum Winterkampf / Winterbiwak nach Stetten. Internationale Verbindungen pflegt auch die 3. Kompanie, die eine Partnerschaft mit dem Pathfinder Platoon 11th AvnGrp aus Schwäbisch-Hall übernimmt.

Im Rahmen der Übung „Flintlock“ sind Teile der 3./251 in England. Von dort aus werden sie als Jagdkommando im Fallschirmsprung über dem Schwarzwald abgesetzt. Am 04.05. wird der Wanderpokal unter Ausnutzung des Heimvorteils beim Wettkampf mit den kanadischen Freunden zurückgewonnen. Nach dem Übungsplatz Aufenthalt in Hammelburg im August findet, vorläufig zum letzten Mal, vom 28.08. – 02.09. das LL-Biwak in Mengen statt. Viele schöne Erinnerungen sind mit diesem Biwak verbunden, das neben einer intensiven Ausbildung im Fallschirmsprung und anschließenden Gefechtsübungen auch sehr Kameradschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Verbände und Einheiten geprägt hat.

Übergabe des Kommandos an OTL Düesberg (re) links OTL Dietrich

Bereits eine Woche später führt das Bataillon eine Luftlandeoperation mit anschließendem Angriff über ein Gewässer durch, die richtige Einstimmung für die vom 16. – 23.09. andauernde Korps-Gefechtsübung „Blaue Donau“. Das Bataillon bringt dabei durch durch seinen Angriffsschwung und seine Schnelligkeit den „Übungsfeind“ in arge Bedrängnis. So war diese Großübung gleichzeitig ein würdiger Abschied für OTL Dietrich, der am 28.09. das Bataillon nach sechs Jahren als Kommandeur an OTL Duesberg übergibt. 

Ankunft 9e RCP – Teile Toulouse / FR – Ankunft in Stuttgart-Echterdingen mit 3 C-160 Transall.

COLIBRI XVI.
Die LL-Gefechtsübung COLIBRI führt das Bataillon im November in den Raum CALW – ANSBACH – TrÜbPl WILDFLECKEN. Zu Gast ist das 9e Regiment Chasseur de Parachutiste  (9e RCP) aus PAMIERS.


Einnehmen der Ausgangslage in MALMSHEIM. 2 Stunden später begann die Übung mit dem 9e RCP
Gefechtsschiessen unter „Aufsicht“ HF Schlegel, 3./- und dem französischen KpChef ROGIER
9e RCP Orts-/ und Häuserkampf. „Der Soldat zwischen Himmel und Erde“.
Ein bisschen Schwund ist immer!“ IM ERNST: Diese Verletzung ist Folge eines Sturzes beim Orts-/und Häuserkampf. Der Soldat VANDENBERQUE (9e RCP) konnte natürlich nicht am anschliessenden Fallschirmsprungdienst teilnehmen und war todunglücklich!
Abschlussparade der 9e RCP auf dem TrÜbPl WILDFLECKEN. Von dort begann für Teile der Heimflug nach Frankreich.
Sammeln nach Übungsende und zurück nach WILDFLECKEN in das Lager übende Truppe.
Oberstleutnant Jochen Düesberg mit den Offizieren und Feldwebeln des Bataillons
obere Reihe v.l.n.r.: M Marek, OL Henschel, OL Mettler, OL Paul, OF Rau, X, SU Kaupat, F Bessenreuther, X, X, OF Riechmann, OF Hermann, M Arzt, OF Hofmann, X, HF Gans (Fahnenträger) OTL Düesberg, X, X, OF Barth, X, L Schroer, X, X, OF Ungeheuer, X, X, X, OF Günnewig | untere Reihe: X, OL Sawall, HF Brandt, X, SU Kleeberg, HF Mielke, OL Baur, HF Petrus, OL Moos, X, X, X, X

1979

Ein Jahr der Übungsplätze! Es beginnt im Februar mit Orts- und Häuserkampf /Waldkampf in Hammelburg, im März folgt der Übungsplatz Münsingen, wobei hier der Schwerpunkt auf den Kompanie- Gefechtsschießen der 2. und 3. Kompanie liegt. Durchgeführt wird ein Angriff mit Gefechtsmunition, unterstützt durch Milan, Feldkanone und Mörser. Und im September wiederum Münsingen, der Rückmarsch nach Calw wird zu Fuß bewältigt.

General Becton (2 v.l.) mit OTL Düesberg (Mitte), dahinter BrigKdr O Biemann

Daneben steht die Teilnahme an nationalen und internationalen Gefechtsübungen wie „Flintlock“ zusammen mit Amerikanern im Mai, „Grauer Kondor“ im Juni mit Angriff über ein Gewässer, COLIBRI XVII. in Südfrankreich im November und für den Jagdkampfzug des Bataillons der Einsatz als Jagdkommando bei der Korps-Gefechtsübung „Harte Faust“ in Norddeutschland.

Erstmalig im Bataillon wird ein Sprungdienst am 28.05.1979 mit MTH CH 53 durchgeführt. Teile des Bataillons können im April das amerikanische, im Mai das kanadische und während Colibri XVII. das französiche Springerabzeichen erwerben.

Feldparade Colibri XVII
Fahnenkommando: Träger HF Brandt, 
links OL Paul, rechts OL Süsser

Im Juli wird die 2.  Kompanie E/A Kompanie. Nachdem das Bataillon fünfmal hintereinander den ersten Platz innerhalb der Division im Soldatensportwettkampf erringen konnte, bleibt der Wanderpokal nun endgültig in Calw. Das Jahr endet mit dem Besuch des KG des VII. US-Korps, GenLt Becton in Calw. 

4 Kommentare zu "1970 – 1979"

  1. August Bölli Hegaustr.9 78345 Moos | 24. Dezember 2020 um 15:34 | Antworten

    Ich war von Juni 70 bis Juni 72 bei den Fallschirmpionieren in Calw
    Fallschirmspringerlehrgang in Schongau von Nov70 bis Ja. 71
    Manöver Collibri in Castre Frühjahr 71 ,dabei war ein Filmteam von ARD machte eine Doku,und wurde an Pfingsten 71 ausgestrahlt,
    Frage: hat jemand einen Abzug von dieser Doku?
    Würde mich freuen,denn ich war der Springer der fast mitten im Filmteam aufsprang

  2. Hans - Günther Leufen | 23. Januar 2021 um 21:09 | Antworten

    Hauptmann Engel 2/251 April 1970 Böblingen, gibt es etwas dazu erzählen?

  3. Volker Walter | 3. April 2021 um 2:36 | Antworten

    DZ 1979 – 1983 + u.a. noch folgenden Fw-Lehrgang
    Zunächst in der 2/251, dann nach der Umstrukturierung in die 5/251. Die allererste Kompanie der FschJg-Truppe in dieser Zusammensetzung. FK und TOW auf Kraka

    Im Herzen und mit Überzeugung immer ein FschJg!!

    Fw d. R. Volker Walter

  4. Wilhelm Würfl | 4. Juli 2021 um 15:23 | Antworten

    Tolle Seite. Es blutet das Herz.

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