1956 – 1959

Vorgeschichte

08. Mai 1945 : Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht

Nach zwei Weltkriegen mit zusammen fast 10 Millionen gefallenen Deutschen Soldaten (1. WK: 2 Millionen Gefallene / 2. WK: 6 Millionen Gefallene) konnte man sich am 08. Mai 1945 und auch lange Zeit später nicht im Ansatz vorstellen, dass jemals ein Deutscher Bürger wieder eine Uniform tragen wird. Noch im Bundestagswahlkampf 1949 sprach beispielsweise der damalige Generalsekretär der CSU Franz-Josef Strauss: “Wer noch einmal ein Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand abfallen.”

Dies war zu diesem Zeitpunkt nicht die exklusive Meinung eines jungen Politikers, es war die Meinung der weit überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung. Deutschland war ab Mai 1945 geteilt und besetzt, und in Nürnberg wurde das NS-Regime vor das Alliierte Tribunal als Kriegsverbrecher gestellt. Führende Politiker und Offiziere wurden verhaftet, verurteilt, und nicht wenige davon gehängt. Am 07. Juni 1951 wurden in Landsberg/Lech die letzten sieben Todesurteile vollstreckt.

23. Mai 1949 : Gründung der Bundesrepublik Deutschland

Der Bundestag lehnte 1949, dem Gründungsjahr der NATO, noch eine “Wiederbewaffnung” ab. Allerdings sahen die Planungen der drei westlichen Siegermächte eine Verteidigung der “jungen Bundesrepublik” erst auf Höhe des Rheins vor. Im Mai 1950 genehmigten sie der Bundesregierung die Bildung einer Sonderpolizei zur Sicherung der Landesgrenzen in einer Stärke von maximal 5.000 Mann.

09. Oktober 1950 : Himmeroder Denkschrift

Unter dem Eindruck des Korea-Krieges berief Konrad Adenauer einen militärischen Expertenausschuss am Tagungsort Kloster Himmerod. Der 15-köpfige Ausschuss bestand aus 10 ehemaligen Generälen bzw. Admirälen der Wehrmacht und 5 Mitgliedern der Organisation Gehlen. Als Ergebnis der Tagung wurde die sogenannte “Himmeroder Denkschrift” verfasst, die im Konzept die Aufstellung einer “neuen Wehrmacht” mit 3 Teilstreitkräften (Heer, Marine, Luftwaffe) detailliert vorsah. Das Heer sollte eine Stärke von 250.000 Soldaten (3 Korps / 12 Divisionen) als operatives Minimum haben. Dies war ein Wendepunkt. Aber es zeigte sich Kritik, denn die Denkschrift forderte die Rehabilitation der Wehrmacht, der Waffen-SS und verurteilter Kriegsverbrecher.

16. März 1951 : Gründung Bundesgrenzschutz (BGS)

Aus der im Mai 1950 aufgestellten Sonderpolizei entstand am 16. März 1951 der Bundesgrenzschutz (BGS), der bis 1994 “Kombattantenstatus” hatte. Der BGS hatte polizeiliche Aufgaben, aber war militärisch ausgebildet und ausgerüstet.

Anm.: BGS-Beamte hatten im Zeitraum vom 1. bis 30. Juni 1956 die Möglichkeit, eine Erklärung abzugeben, ob sie im Bundesgrenzschutz verbleiben wollten. Wer dies nicht tat, wurde automatisch zum 1. Juli 1956 in die Bundeswehr überführt. Die ehemaligen BGS-Beamten erhielten dabei den nächsthöheren Dienstgrad und Möglichkeiten einer schnelleren Beförderung. (wikipedia)

22. Januar 1951 : Ehrenerklärung General Eisenhower


Am 22. Januar 1951 gab der amerikanische NATO-Oberbefehlshaber Europa (SACEUR) Dwight D. Eisenhower eine “Ehrenerklärung” für die Soldaten der Wehrmacht ab: “Der Deutsche Soldat hat für seine Heimat tapfer gekämpft.” Somit war die Grundlage zur Aufstellung der Bundeswehr 1951 gelegt, wobei Kanzler Adenauer bereits am 26. Oktober 1950 Theodor Blank zum “Beauftragten des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen” ernannte. Theodor Blank wurde am 7. Juni 1955 der erste Bundesminister für Verteidigung.

Es folgte der Aufstellungsbefehl Nr. 1 – Aufstellung der Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine – am 04. Oktober 1955.

12. November 1955 : Gründung der Bundeswehr

Am 12. November 1955 wurden die ersten freiwilligen Soldaten ernannt. Am 22. März 1956 trat die mit großer Mehrheit beschlossene Wehrverfassung (Ergänzung des Grundgesetzes Art. 87a GG) sowie am 1. April 1956 das Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz) vom 19. März 1956 in Kraft.

Der Name „Bundeswehr“ geht zurück auf den FDP-Bundestagsabgeordneten Hasso von Manteuffel, eines früheren Generals der Wehrmacht, und wurde durch Richard Jaeger im Rahmen eines Antrages während einer Sitzung des Sicherheitsausschusses des Deutschen Bundestages vorgeschlagen. Der neue Name gilt offiziell seit dem 1. April 1956. Vorher wurden die noch namenlosen Streitkräfte der Bundesrepublik oft „Neue Wehrmacht“ genannt. (Zitat / Quelle: wikipedia – Bundeswehr)

21. Juli 1956 : Einführung der Wehrpflicht

Am 24. Juli 1955 trat das Freiwilligengesetz in Kraft, das die Einstellung von bis zu 6.000 Freiwilligen in die bundesdeutsche Armee erlaubte (Gesetz über die vorläufige Rechtsstellung der Freiwilligen in den Streitkräften vom 23. Juli 1955), am 12. November 1955 wurden die ersten freiwilligen Soldaten ernannt. Am 22. März 1956 trat die mit großer Mehrheit beschlossene Wehrverfassung (Ergänzung des Grundgesetzes Art. 87a GG) sowie am 1. April 1956 das Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz) vom 19. März 1956 in Kraft. Wenig später erging, mit Inkrafttreten am 25. Juli, das Wehrpflichtgesetz vom 21. Juli 1956, das die Wehrpflicht für alle männlichen deutschen Staatsbürger vom vollendeten 18. Lebensjahr an vorsah. (Zitat / Quelle: wikipedia – Bundeswehr)


Luftlande- und Lufttransportschule (LL/ LTS)

1956 beginnt auch die Geschichte der LL/LTS als Ausbildungsstätte der Luftlandetruppe der Bundeswehr. Die Ausbilder kamen aus den legendären Fallschirmjägerregimentern der Luftwaffe. Sie erhielten ihre Ausbildung bei der 11. US-Luftlandedivision in Gabling bei Augsburg

Am 04. Februar 1958 wurde der erste Fallschirmspringerlehrgang durchgeführt. Abgesetzt wurde aus C-119 der US Air Force. Später erst wurde auf Noratlas der Bundesluftwaffe umgestellt.

Ihren Namen erhielt die Schule erst am 01. Januar 1962. In der Truppe wurde sie liebevoll MUTTERHAUS genannt. An der Schule wurden zu Beginn nur Springerlehrgänge durchgeführt. Später kamen rund 30 Laufbahn-, Verwendungs- und Sonder-Lehrgänge dazu. Zur Schule gehörte ein Ausbilder-Stamm von rund 350 Soldaten und 150 Zivilisten.

Schul-Kommandeure aus unserem Bataillon:
Oberst Karl-Heinz Abele (1980 – 1987)
Oberst Ernst Richstein (1987 – 1990)
Oberst Fritz Zwicknagel (1996 – 1997)
Oberst Friedrich Jeschonnek (1997 – 1998)
Oberst Alois Hösle (2005 – 2009)
Oberst Ferdinand Baur (2009 – 2014)

1956

Offizier-Korps des LL-Jägerbataillon 106 im September 1956. v.l.n.r. OL Nerge, OL Kurz, H Möllenberg, H Schächter, OL Busch, OTL Timm, OL Heger, H Later, OL Backhäuser, OL Urich, OL Le Coutre, OL Reinhardt

Gemäß Aufstellungsbefehl Nr. 21 (Heer) vom 3. Juli 1956 werden Ellwangen, Esslingen, Kempten und Böblingen die ersten Standorte der 106. Luftlandejägerdivision. Die ersten Springerlehrgänge finden an der US Airborne School in Augsburg statt.

Das Luftlandejägerbataillon 106 wird am 01.08.1956 in der Mühlbergkaserne in Ellwangen mit 4 Kompanien aufgestellt. Bis 18.00 Uhr haben sich 20 Freiwillige zu melden.

Kommandeur des Luftlandejägerbataillon 106 war Oberstleutnant Erich Timm, ein Offizier der Fallschirmtruppe der Wehrmacht. Die meisten Freiwilligen rekrutierten sich aus der Polizei und dem Bundesgrenzschutz.

Bis zur Einberufung der ersten Freiwilligen Rekruten hatte ein Vorkommando des Bataillons 106 die Aufgabe, die Unterkünfte vorzubereiten. So schleppen denn alle, vom Kommandeur Oberstleutnant Timm, bis zum letzten im Pulverdampf ergrauten Obergefreiten, Spinde und Betten in die Unterkünfte. Am 03. September 1956 ziehen 400 Rekruten und 65 weitere Ausbilder in die Mühlbergkaserne ein.

Weitere Zugänge des BGS verbessern die angespannte Unterführerlage.



3./LLJgBtl 106, sitzend v.l.n.r.: SU Spreski, ?, SU Simon, SU Wichert, SU Franke, SF ?, OTL Timm, OL Urich, HF Dombeck, ?, ?, ?
Vereidigung 3./LLJgBtl 106 in Ellwangen

Die 3. Kompanie LLJgBtl 106 bildet später den Kern des Fallschirmjägerbataillon 251 (Luftlandejägerbataillon 29), im Besonderen unserer 3. Kompanie, in Altenstadt.

Auch das Fallschirmjägerbataillon 261 (Luftlandejägerbataillon 9, erreichte nie Sollstärke) und das Fallschirmjägerbataillon 262 (Luftlandejägerbataillon 19) gehen aus dieser Truppe hervor.

Am 23. November 1956 wurde mit Aufstellungsbefehl Nr. 39 (Heer) zum 2. Januar 1957 die Aufstellung der 1. Luftlandedivision aus Teilen der kurz zuvor aufgestellten 106. Luftlandebrigade (Esslingen, Becelaere-Kaserne) unter der Führung von Oberst Bern von Baer befohlen. Sitz des Stabes wurde Esslingen. Durch ihre Luftbeweglichkeit ist die Luftlandedivision als einziger Großverband des deutschen Heeres zum Einsatz im gesamten Bundesgebiet geeignet und dementsprechend weiträumig disloziert. Der 1. Luftlandedivision, die dem II. Korps angehörte, waren bei ihrer Aufstellung folgende Truppenteile zugeordnet:

– Stab und Stabskompanie
– Luftlandekampfgruppe A 9
– Luftlandekampfgruppe B 9
– Luftlande-Fernmeldekompanie 9
– Luftlande-Panzeraufklärungskompanie 9
– Luftlande-Jägerbataillon 9
– Luftlande-Jägerbataillon 19
– Luftlande-Jägerbataillon 29
– Luftlande-Artilleriebataillon 9
– Luftlande-Panzerjägerbataillon 9
– Luftlande-Fugabwehrartilleriebataillon 9
– Luftlande-Pionierkompanie 9

1957

Heeresstruktur I
Aufstellung – 31. März 1958

Das zukünftige Luftlandejägerbataillon 29 erhält seinen ersten Kommandeur. Anfang Februar trifft beim Vorauskommando in Kempten Oberstleutnant Gerhart Schirmer ein. Die vordringlichen Aufgaben sind Ausbildung des Stammpersonals und Vorbereitung der Verlegung nach Altenstadt.

Die Prinz-Franz-Kaserne in Kempten

Ende März üben alle Teile LL-Jägerbataillon 106 erstmals auf dem Übungsplatz Grafenwöhr.

Mit dem Aufstellungsbefehl Nr. 57 (Heer) vom 24. April 1957 der 1. Luftlandedivision wird die Aufstellung des LLJgBtl 29 befohlen.

Weitere Aufstellungen:
– Luftlandejägerbataillon 9 (Ellwangen)
– Luftlandejägerbataillon 19 (Kempten)

Das Luftlandejägerbataillon 29 gliedert sich in der Heeresstruktur I demnach in 6 Kompanien:

– Stabskompanie LLJgBtl 29
– Versorgungskompanie LLJgBtl 29
– 1. / LLJgBtl 29 (Jägerkompanie)
– 2. / LLJgBtl 29 (Jägerkompanie)
– 3. / LLJgBtl 29 (Jägerkompanie)
– 4. / LLJgBtl 29 (Mörserkompanie)

Bereits Ende April 1957 verlegt das Bataillon von Kempten an seinem neuen Standort Altenstadt. Die 1. und 2. Kompanie steht in der Rekrutenausbildung, die Stabs- und die Versorgungskompanie führen bis zur Rekrutenaufnahme im Juli Vollausbildung durch.

LLJgBtl 29 Einmarsch in Schongau im April 1957

Im Mai übernimmt Oberstleutnant Hofmann als neuer Kommandeur das Bataillon. Oberstleutnant Schirmer wird zum gleichen Zeitpunkt mit der Aufstellung und Führung der LL-Kampfgruppe A9 (später Luftlandebrigade 25) beauftragt. Kommandeur der 1. Luftlandedivision wird im September Generalmajor Hans Kroh.

Stab Luftlandejägerbataillon 29

Kommandeur Oberstleutnant Hofmann
S3 und Stv Kdr Major Ewald
Ordonnanzoffizier Leutnant Abele
Technischer Offizier Hauptmann Sent
Stabsarzt Dr. Krüger
Adjudant und S1 Hauptmann Roeder

03. Juni 1957
Iller-Unglück: Beim Durchqueren der Iller ertrinken 15 Soldaten des 4 Zuges der 2. Kompanie Luftlandejägerbataillon 19 (Kompaniechef: Oberleutnant Alfred Sommer)

Bericht bei wikipedia.de 

Springerlehrgang

Das Jahr wird für die Vollausbildung genutzt. Der erste Springerlehrgang unter deutscher Leitung beginnt am 08. April 1957 in München-Freimann statt. Im Mai geht das Bataillon 106 mit Masse (auch die 3. Kompanie) zum Fallschirmspringerlehrgang.

Am 01 Juli 1957 geht dann die gesamte 3. Kompanie und ein Mörserzug zum Luftlandejägerbataillon 29 nach Altenstadt.

Fahnenweihe in Schongau 
(ganz links Oberstleutnant Hofmann mit Minister Franz-Josef Strauss)

Im August besucht der Verteidigungsminister Franz-Josef Strauss das Bataillon in Altenstadt.

1958

Am 26.02.1958 verlegt das Bataillon an seinen neuen Standort Boeblingen (Wildermuthkaserne, ehemalige Fliegerhorstkaserne) im Austausch mit dem LL-Flugabwehrbataillon 9.

Sportplatz der Fliegerhorstkaserne Böblingen
Unterkunftsblock der 4. Kompanie in Böblingen
Das Bataillon in Böblingen, vorne SU Sawall
Eingang zur Wildermuth Kaserne in Böblingen

Am 23. April 1958 konnte die 1. Luftlandedivision, vertreten durch den Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte Mitteleuropa (COMLANDCENT) General Dr. Hans Speidel, der NATO assigniert werden. Mit der Umsetzung der Heeresstruktur 2 ab dem 16. März 1959 wurden die Luftlande-Kampfgruppen A 9 und B 9 in Fallschirmjägerbrigaden 25 und 26 umbenannt.

General Hans Speidel bei seiner Ansprache 

Abschreiten der Front
(v.l.n.r.: Brigadekommandeur Oberst Gerhart Schirmer, KG II. Korps Generalleutnant Max-Josef Pemsel, Kdr 1. LLDiv Brigadegeneral Hans Kroh, General Hans Speidel)

“Bei der militärischen Feierstunde waren neben hohen Offizieren der deutschen, amerikanischen und französischen Streitkräfte auch zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens anwesend. In seiner Ansprache an die Fallschirmjäger sagte General Speidel, die ihm jetzt taktisch unterstellte Kampfgruppe werde zusammen mit den anderen Verbündeten die Werte der westlichen Welt verteidigen. Aufgabe der Kampfgruppe sei es, die junge und stolze Geschichte der deutschen Fallschirmjäger fortzusetzen. Der Feier schloß sich eine Besichtigung an.” Stuttgarter Nachrichten, 24.04.1958

Gurtzeug anlegen

Im August wird Oberstleutnant Schmücker neuer Kommandeur. Unter ihm wird zielbewusst weiter auf die Ausbildung für den Sprungeinsatz hingearbeitet.  

Interessant: eine Kompanie des Luftlandejägerbataillon 9 nimmt in Münster an der Lehr- und Versuchsübung für das Modell DIVISION 59 teil.

“Die Fußballmannschaft des LLJgBtl 29 gewann am 13.08.1958 gegen LLPzJgBtl 9 mit 6:3. Auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr schlug die gleiche Mannschaft am 17.08. das PzJgBtl 4 aus Murnau 4:3. Am 12.09. spielte die Handballmannschaft des Bataillons gegen TSV Magstadt/Böblingen 13:12. Und beim Divisionssportfest in Reutlingen am 11./12.10. lagen die Sportler des Bataillons in den meisten Disziplinen auf den vorderen Plätzen.” “Fallschirm”, Truppenzeitschrift der 1. Luftlandedivision

1959

Heeresstruktur II
ab 01. April 1959 – 30. September 1971

An die Maschinen

Das Fallschirmjägerbataillon 251 gliedert sich in der Heeresstruktur II demnach in 5 Kompanien:

– 1. / FschJgBtl 251 (Stabs- u. Vers-Kp) vorher StKp und VersKp
– 2. / FschJgBtl 251 (Jägerkompanie)
– 3. / FschJgBtl 251 (Jägerkompanie)
– 4. / FschJgBtl 251 (Jägerkompanie) vorher 1./ LLJgBtl 29
– 5. / FschJgBtl 251 (Mörserkompanie) vorher 4./LLJgBtl 29

Im Rahmen der Umgliederung Heeresstruktur 2 wird das Bataillon am 01.04.1959 in Fallschirmjägerbataillon 251 umbenannt. Große Anstrengungen gelten dem ganzen Sommer über der Vorbereitung der Herbstübungen. Am 30.08.1959 findet ein Großflugtag in Böblingen statt. 29 Springer landen in der Kaserne.

Dann wird das Bataillon beim Manöver ULMER SPATZ vom 04. bis 08.09.1959 als einziger springender Verband eingesetzt.

Noch von den Manöverbällen rücken die Kompanien alarmmäßig in ihre Verfügungsräume. Das Bataillon wird bei der Übung ZOLLER ECK vom 08. bis 09.09.1959 verstärkt durch Fallschirmpioniere und Fallschirmartilleristen über dem alten Feldflugplatz Neuhausen ob Eck beim Donauknie ostwärts Tuttlingen abgesetzt.

Dieses Unternehmen ist Höhepunkt und Krönung des bisher geleisteten Ausbildung. Diese Einsatzbereitschaft gilt es zu halten. Entlassungen und geringere Einstellungen von Freiwilligen erschweren das Planen auf lange Sicht erheblich.

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