Fernmeldetechnik

„Die Aufgaben der Truppenfernmelder sind das Herstellen und Betreiben von Funk- und Fernsprechverbindungen sowie das Bereitstellen und die Wartung der technischen Kommunikationsausstattung. „

Die Truppenfernmelder unseres Bataillons (FM-Grp 1./251) stellte die befohlenen Verbindungen des Bataillons zu seinen unterstellten Truppenteilen, zu den Nachbarn sowie zum vorgesetzten Truppenteil her. Dies war als Feldkabel- oder Sprechfunkverbindung möglich. Für eine verschlüsselte Verbindung wurde entsprechende Technik vorgehalten. Darüber hinaus wurden Fernmelder zur Sicherung des Gefechtsstands eingesetzt.

Disziplinarisch war die FM-Grp der 1. Kompanie zugeordnet, der Fachvorgesetzte war der FM-Offz des Bataillons.

Mit dem FM-Offz LLBrig 25 (Major Spiekermann – 1985) trafen sich die Truppenfernmelder der gesamten Brigade jährlich auf Schloss Eberstein (Baden-Baden) zur Weiterbildung. Man kannte sich nicht nur vom Funk!

Feldkabel

Der Feldkabelbautrupp bestand aus einem Unteroffizier und 2 Mannschaftsdienstgraden. Ihr Fahrzeug war ein VW Iltis als 3-Sitzer, da man im Fahrzeug den Feldkabelrüstsatz unterbringen musste. Erkennungszeichen war die Aufnahme für eine Warn-Rundumleuchte auf der Fahrerseite, den das langsame Verlegen des Feldkabels vom Fahrzeug musste verkehrssicher erfolgen.

Geräte zur Vermittlung, Feldfernsprecher, Batterien, und ein Arsenal von Feldkabeltrommeln á 800 m feinstes Feldkabel gehörten zur Ausstattung.

Meist wurde während Übungen auf den Einsatz von Feldkabel verzichtet, da die Truppenteile sehr beweglich waren. Erst wenn das Halten von Positionen sich abzeichnete, wurde auch schon mal eine Feldkabelverbindung hergestellt.

Sprechfunk

Die übliche Art der Verbindung war der Sprechfunk. Hierfür standen der FM-Grp zwei Funktrupps auf Kraka zur Verfügung. Ein Funktrupp bestand aus einem FM-Uffz mit zwei Mannschaftsdienstgraden. Der Funktrupp 1 wurde vom FM-GrpFhr, einem Feldwebel, geführt.

Im Einsatz war die SEM Gerätereihe SEM 25, 35, 52 EM 20. Die auf den Fotos erkennbare „Antenne Standbetrieb“ konnte sowohl am Fahrzeug als auch abgesetzt aufgebaut werden. Zudem führte jeder Trupp einen Stromerzeuger (Moppel) mit. Nicht nur die Antenne, der ganze FM-Trp konnte abgesetzt auf 800m Distanz zum Gefechtsstand, sozusagen mit analogem Remote, betrieben werden.

Foto: netzfund, Anm.: Erdnagel fehlt!!