1990 – 1996

1990

Vorfeldbeleuchtung Schwere Panzerfaust

Zu Beginn des neuen Jahrzehntes geht es vom 07. bis 14. Februar auf den Truppenübungsplatz Stetten a.k.M.. Die 3. Kp hatte bereits im Januar als Leitungstruppe „Rot“ an der US-Übung „REFORGER“ teilgenommen.

Die 5. Kp wird mit der Durchführung der Unteroffizierlehrgänge Teil 1 (allgemeinmilitärischer Teil – AMT) beauftragt.

Nach Rückkehr aus den USA

Im Anschluß an den TrÜbPl Stetten werden 20 Soldaten des Btl zum Soldatenaustausch vom 18. Februar bis 04. März in die USA fliegen.

Anfang Mai (02.-05.05.) sind die Feldwebel und Unteroffiziere der 5.Kp zur Weiterbildung im Orts- und Häuserkampf in Hammelburg.

Ende Mai (28.-31.05.) wird ein Schießbiwak in Engstingen durch die 4. Kp ausgerichtet.

traditionelles Foto der Dritten mit neuem Kp-Chef H Frank Tempel


Zum Ende des ersten Quartals wird H Tempel neuer Chef der 3. Kp.

Wappen der Fallschirmkameradschaft „Eugen Meindl“

Am 19.05. wird das 40jährige Bestehen der Fj-Kameradschaft “ Eugen Meindl“ in Wiesbaden gefeiert.

Die Schwarzwaldbrigade richtet am 10.06. den Vielseitigkeitswettkampf „Major Sinzig Pokal“ aus.

OF Werner Strobel (2./251) wird mit seinen Soldaten am 13.06. für den Einsatz während der 31. Kdr-Tagung in Stuttgart ausgezeichnet

Die 2.Kp führt am 03.07. Fallschirmsprungdienst bei der Patengemeinde Schaidt durch

Das Feierliche Gelöbnis der Rekruten (3. Kp) wird am 03.09. in Calw-Hirsau ausgerichtet.

Der Kommandeur OTL v. Butler wird am 21.09. zur 11. MSD (Mot-Schützen-Division) nach Halle beordert im Zuge der Zusammenführung der NVA und Bundewehr. Major Ferdinand Baur führt das Bataillon stellvertretend bis zum 31.03.1991.

03.10.1990 TAG DER EINHEIT

Teile des Btl üben am 13.10. in Thüringen mit Fallschirmsprungdienst.

Vom 28.11.-06.12 verlegt die 3. Kp nach Stetten (TrÜbPl).

1991

Allied Command Europe Mobile Forces (2002 aufgelöst)

Die 3. Kp verlegt vom 08.01. bis 16.01. zur Winterkampfausbildung nach Mittenwald / Luttensee. Am 17.01.1991 beginnt die Operation „Desert Storm“ (Golf-Konflikt). Unsere 3. Kp gewinnt am 13.03. den „Challenge Cup“ (AMF).

Oberst Bergenthal übergibt das Kommando an Major Gerd Moeller

Bataillonsappell am 27.03.1991 mit vielen Veränderungen:

Kommandowechsel: OTL v. Butler übergibt das Kommando an OTL Möller.

Der Chef der 2. H Brandt übergibt seine Kompanie an OL Janik. Hauptmann Brandt wird der neue S4 des Bataillons. Vorgänger Hauptmann Manfred Klatt wird verabschiedet.

Neuer Kompaniefeldwebel der 2. wird HF Raimund Wirth. Er übernimmr die Dienstgeschäfte von HF Alfred Reichenbächer.

Auch die 3. Kp bekommt einen neuen Chef: H Tempel wird von OL Pauly auf dem Dienstposten abgelöst. H Frank Tempel wird Chef der 5. Kompanie.

Bei der 4. Kp wird H Zitzmann als Kompaniechef von OL Brunhammer ersetzt.

Hauptmann Alois Hösle wird als Chef der 5. Kompanie verabschiedet.

Oberst Alois Hösle
(* Juli 1954 – † 09.10.2019 )

1974 – Eintritt in BW beim FschJgBtl 252 in Nagold
1980 – 1985 Studium Maschinenbau
1988 – 1991 KpChef 5./251
1991 – Generalstabslehrgang
1993 – G4 LLBrig 25
1995 – G3 LLBrig 25
1998 – Kommandeur FschjgBtl 263
2002 – Referent BmVg
2005 – 2009 Kommandeur LL/LTS
2009 – 2011 NATO Stab Neapel
2011 – 2013 stvKdr KSK
2013 – Ruhestand

Der neue S1 OSF Udo Petrus

Die Dienstgeschäfte des S1-Offiziers übernimmt am 27.03.1991 Oberstabsfeldwebel Udo Petrus von OLT Hangs.

Feldwebel und Offiziere des Btl mit ihrem neuen Kommandeur OTL Moeller
v.l.n.r. vorne: HF Faust, F Schönegger, HF Willinger, HF Riehl, X, OF Ullrich, HF Mayer, HF Barth, OLT Möller, X, HF Kubisch, H Tempel, X, X, X ; mitte: OF Musialik, HF Wirth, X, HF Ungeheuer, X, X, X, F Boseckert, OF Dettenborn, X, OF Fink, F Kübler, M Baur, X, H Brandt; darüber: F Doppel, X, F Drexel, HF Flechsler, X, X, OF Schmitz, OF Riebold, F Siegenthaler, OF Pönicke, H Bachelm, HF Mielke, X, X; oben: X, X, X, X, X, X, X, X, OF Schmitt, OF Kohlitz, F Blatter, HF Glattfeld, F Brandt

Das Bataillon erhält eine neue Kompanie. Am 01.04. wird die 6. Kompanie als Feldersatz-Einheit aufgestellt.

Teile der 3. Kp sind vom 21.04. bis 04.05. bei der 82. Airborne in Fort Bragg (North Carolina). Die am Standort verbleibenden Teile der 3. werden vom 22.04. bis 24.04. an einer Gefechtsübung unseres Kanadischen Patenverbandes im Nordschwarzwald teilnehmen.

Im Juni verlegt das Bataillon nach Stetten. Die 3. Kp wird vom 12.06.-13.06. als Feindarstellung im Sprungeinsatz bei der D/F Brigade eingesetzt.

Es folgt der Truppenübungsplatz-Aufenthalt in Münsingen vom 27.08.-06.09. und das Sprungbiwak der Brigade vom 23.09.- 27.09. in Mengen.

Nach dem Tausch der Schwarzwaldbrigade mit der Saarlandbrigade sind die 4. und 5. Kompanie vom 27.08.-20.09. bei AMF-Übung „ACTION EXPRESS“.

Die Saarlandbrigade hatte die Teilnahmen an der D-F Übung COLIBRI übernommen. Die Schwarzwaldbrigade stellt dafür den Anteil bei AMF.

1992

Waffentraeger Wiesel mit der Bordmaschinenkanone 20 mm.

I. Quartal 5. Kp wird mit dem Waffenträger Wiesel ausgestattet

Die Führer des Bataillons 1992
(v.l.n.r.) oben: X, X, HF Mielke, F Drexel, X, X, X, X, OF Musialik, F Boseckert, HF Barth, X, X; unten: HF Riehl, OF Maiwald, X, M Bachelm, X, OLT Möller, H Pauly, X, X, OF Pönicke, OF Dettenborn; knieend: OF Fink, OF Riebold, OF Ullrich, X, HF Schmitt

Vom 20.01.-31.01. verlegt das Bataillon auf den TrÜbPl Stetten a.k.M.. Im Anschluß geht es für die 3. Kp vom 03.02. – 08.02. zur Winterkampfausbildung nach Mitteltal.

Bataillonsappell am 26.03.:

H Tempel übergibt die 5. Kp an OL Otterbach.

Das Urgestein Stabsfeldwebel Holger Glattfeld übergibt den Dienstposten als KpFw der 4. an HF Bernd Flechsler.

Vom 04.05. – 08.05. geht die 3. Kp erneut zur Winterkampfausbildung nach Mitteltal.

3. Kp in Nijmegen – links OF Schönegger

Im Mai nimmt die 2. Kp in Zugstärke am Berner Marsch teil. Vom 18.07. bis 24.07. sind Teile der 3.Kp beim 200 km langen Nijmegen-Marsch (Niederlande) dabei.

Vom 12.05. – 14.05. übt das Bataillon im Raum Calw – Albstadt – Wildbad. Im Anschluß verlegt die Truppe vom 18.05. – 25.05. nach Münsingen.

Am 25.06. nimmt die 5.Kp bei der Gefechtsvorführung im Rahmen „35 Jahre 1.LLDiv“ in Bruchsal teil.

Die 5. Kp ist vom 30.08.-04.09. zum FK und TOW Schiessen in Munster.

Das 15. Ehemaligentreffen der 78. Infanterie- und Sturmdivision findet am 19.09. erstmalig in der Graf-Zeppelin-Kaserne (GZK) statt.

Der Herbst hat es noch einmal in sich. Vom 14.09. – 01.10. sind Teile der 2. Kp beim französischen Kommando-Lehrgang in Pont St.Vincent (bei Nancy). Das Bataillon übt vom 15.09. – 25.09. bei der BtlGefÜb „Wackerer Schwabe“. Danach geht es noch einmal nach Münsingen vom 28.09. – 09.10.. Parallel sind vom 04.10. – 23.10. nun Teile der 5. Kp beim französischen Kommando-Lehrgang in Pont St.Vincent.

Auch die Brigade richtet ein letztes Mal das Sprungbiwak in Mengen vom 05.10. – 09.10. zur Ableistung von Pflichtsprüngen aus. Nur wenige Teilnehmer unseres Bataillons sind dabei.

Großes Antreten in Calw am 22.11.92: General Bergenthal übergibt das Brigadekommando der Schwarzwaldbrigade an
Oberst Schulz.

1993

Ein letztes Mal: vom 08.02. – 13.02. verlegt das Bataillon zum TrÜbPl Münsingen.

Bataillonsappell am 26.03. : Hauptmann Brunhammer übergibt das Kommando der 4. an OL Geisler.

Im April wird der Standort Lahr aufgelöst und unser Kanadischer Patenverband verlegt zurück in die Heimat.

Vorkommando: Waffenträger Wiesel mit TOW in Somalia

UNOSOM II

Der Bundestag schickte 1993 erstmals bewaffnete Soldaten ins Bürgerkriegsland Somalia. Erstmals muss die Bundesregierung die Zustimmung des Parlaments einholen, um die Bundeswehr in die Welt zu schicken. So hatte es zehn Tage zuvor das Bundesverfassungsgericht verlangt.

Darüber, wo die deutschen Truppen überhaupt hin sollen, herrschte noch bis kurz vor Abflug Unklarheit. Ebenso wie über den Zweck der Sache.

Unser Bataillon stellte Teile des Erkundungskommandos im Mai 93 in Beledweyne Lager Mantabaan. Das erste Kontingent UNOSOM II stellte das Fallschirmjägerbataillon 261 aus Lebach im Saarland.

Die deutschen Truppen werden ab Februar 1994 auf Fregatten aus dem Hafen von Mogadischu evakuiert.

Die Bundeswehr berichtet stolz, dass die Verladung von Soldaten und Material zwar schwierig, aber gelungen sei. In Somalia übernehmen nach Abzug der westlichen Truppen die Warlords wieder die Macht.

Bis heute ist Somalia kein befriedeter Staat.

„Auge am Feind“ – frz. Para (rechts!) während COLIBRI XXX.
 

Vom 25.05.-10.06. erfolgt die letzte Teilnahme an der Übung „COLIBRI XXX“ in Südfrankreich (Raum Rodez).

Das traditionelle Divisionstreffen der 78. Infanterie- und Sturmdivision findet zum 2. Mal vom 17.09-18.09. in der GZK (Calw) statt.

Am 13.10. wird H Pauly von OL Meindl als KpChef der 3. abgelöst. HF Ungeheuer übergibt seinen Dienstposten als KpFw der 3. an HF Alfred Schmitt. HF Kubisch wird KpFw der 1.Kp und übergibt den Dienstposten als KpFw der 5. an HF Uwe Willinger.

Am 14. August 1993 verunglückt unser Kamerad Hauptfeldwebel Alfred „Larry“ Reichenbächer tödlich bei einem Tandem-Freifallsprung in Calw. Alfred Reichenbächer zählte mit rund 4.500 Sprüngen und fast 300 Sprüngen als Tandemmaster zu den erfahrensten Fallschirmspringern in Deutschland. HF Reichenbächer war als Zugführer II. Zug/ 2. Kompanie und später als Kompaniefeldwebel der 2. Kompanie eingesetzt.

rechts: OTL von Pescatore

Bataillonsappell am 16.12.1993:

Kommandowechsel: OTL Möller übergibt an OTL v. Pescatore. Die 2. Kp bekommt mit OL Meyer einen neuen Chef. Hauptmann Jannik wird verabschiedet.

19.08.-20.09. Die 2. Kompanie übt in den USA mit der 82. Airborne Div in Fort Polk (Louisiana) in einem JRTC (JRTC = Joint Readiness Training Center) in direkter Zusammenarbeit mit der US-Luftwaffe.

Die 2./251 zu Gast beim II. Btl der 505. Brigade der 82. Luftlandedivision in Fort Polk. Unsere Männer waren mit US-Material ausgerüstet.

1994

2./251 mit französischen Kameraden in „Bonnland“
Bonnland, Perspektive 1
Bonnland, Perspektive 2

Im Januar sind die 2. und 3. Kompanie zum Orts- und Häuserkampf in Hammelburg. Mit dabei ein Kontigent französischer Kameraden.

23.03.1994: Unsere Truppenfahne (Fahnenträger HF Walter Piening) beim Vorbeimarsch am Divisionskommandeur

Nach 37 erfolgreichen Jahren wird zum 31.03.1994 die 1. Luftlandedivision in Bruchsal außer Dienst gestellt.

Die 1. Luftlandedivision war die 9. Division und einzige Luftlandedivision des Heeres der Bundeswehr. Sitz des Stabes war zuletzt die Eichelbergkaserne in Bruchsal. Truppenteile der Brigaden waren im gesamten Bundesgebiet disloziert. Die Aufgaben der Division und die Führung der Luftlandebrigaden wurden 1994 vom aus Teilen der aufgelösten 4. Panzergrenadierdivision und der 1. Luftlandedivision neu aufgestellten Kommando Luftbewegliche Kräfte/4. Division in Regensburg übernommen. Damit war die Division de facto aufgelöst. Das Kommando Luftbewegliche Kräfte war wiederum Keimzelle der Division Spezielle Operationen (DSO), aus der am 1. Januar 2014 die Division Schnelle Kräfte (DSK) hervorging, welche heute die luftlandefähigen Kräfte der Bundeswehr bündelt. (Quelle: wikipedia)

09.05. :   Der Standort Ludwigsburg wird am 09.05.1994 aufgelöst. Das FschJgBtl 251 stellt das Gesamtpersonal für den Grossen Zapfenstreich mit Ehrenkompanie und Perlenkette.

Vom 17. bis 21.10.1994 geht die DE-F Luftlande-Übung COLIBRI in die 31. Auflage. „COLIBRI XXXI“ findet in diesem Jahr turnusgemäß in Süddeutschland statt.

Am 12.11.1994 feiert eine Abordnung des Bataillons in Wiesbaden das 20-jaehrige Bestehen der Partnerschaft mit der Fallschirmkameradschaft „Eugen Meindl“.

1995

VN-Ausbildung für IX. Inspektion Inf.Schule Hammelburg durch FschJgBtl 251

Das Bataillon übernimmt die Ausbildung der VN-Kontigente vom 10.07. bis 30.07. an der Infanterieschule in Hammelburg.

1996

(Auszug aus dem letzten Jahresausbildungsbefehl an den Verband)

Lage: 
Unser Bataillon ist von seinem Auftrag als KRK (Ü) Verband entbunden. Mit der schrittweisen Auflösung, der Versetzung von Personal, der Absteuerung von Material, wird jedem Bewerber aus unserem verband bei erfüllten Voraussetzungen und festgestellter Eignung die Chance gegeben, in das aufzustellende KSK einzutreten. Unter Beibehaltung einzelner Vorhaben bleibt der Ausbildungsauftrag bis zur Entlassung der letzen  Grundwehrdienst- leistenden bestehen.

Auftrag:
FschJgBtl 251 hat den Auftrag den US/GE Soldatenaustausch im JRTC Fort Polk (USA) in Verbindung mit der Aufnahme einer US-Fallschirmjägerkompanie vorzubereiten und durchzuführen. Im Einzelnen ist damit unsere 2. Kp im Zeitraum 12.02.-28.03. beauftragt. Ggf. wird das Bataillon noch als Leitverband noch an der D/F LL-Gefechtsübung COLIBRI XXXII teilnehmen. Vordergründig ist aber die Auflösung bis zum 30.09. personell und materiell zu betreiben und sicherzustellen 

Durchführung:
Schwerpunkt ist die Auflösung. Absicht ist es,
1) mit Vorrang Zeit- und Berufsoldaten der Liste 2 (Nicht-KSK) „adäquat unterzubringen“, die Auflösung schrittweise, mit Priorität Personal anzusetzen und mit der zeitgleichen Aufstellung des KSK in Deckung zu bringen.
2) zeitweise entstehende personelle Überkapazitäten zu anspruchsvoller Führerweiterbildung zu nutzen
3) Die „Eiserne Faust“ angemessen am 29.03.1996 von der Öffentlichkeit und aus der Gemeinschaft der Fallschirmjäger zu verabschieden.


29.03.1996
Bataillonsappell im Klosterhof Hirsau, Bataillons-Abschlußfeier in der Sporthalle der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw


„Es ist ebenso nutzlos als töricht,
sich nicht in das Unabänderliche ruhig und still zu fügen“
(Wilhelm v. Humboldt 1767-1835)


Btl.-Führer vor dem Ehrenmal 1996

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